In MindSpiel fungiert der Klang als gleichwertiges Gegenstück zum visuellen System und erweitert die Bewegung minimalistischer Symbole in einen vielfältigen musikalischen Raum. Die Installation umfasst fünf kurze Miniaturkompositionen, die jeweils präzise mit der Bewegung der visuellen Elemente synchronisiert sind. Während die Bildsprache bewusst auf einfache, sich bewegende Pfeile und geometrische Hinweise reduziert ist, erkundet die klangliche Ebene ein breites Spektrum an Musikstilen, Instrumentierungen, Tempi und kompositorischen Ansätzen. Die einzelnen Titel reichen von einer vom Walzer inspirierten Komposition bis hin zu eher filmischen und orchestralen Klangtexturen, während andere sich in erster Linie auf klangliche Gesten und klangfarbliche Ereignisse konzentrieren, anstatt auf konventionelle Melodie oder Harmonie. Im Gegensatz dazu variiert die Instrumentierung von Soloinstrumenten über vollständige Orchesterbesetzungen bis hin zu auf Soundeffekten basierenden Klanglandschaften. Die musikalischen und visuellen Parameter wurden gemeinsam entwickelt, wobei die Komponistin jedes Werk als Antwort auf gemeinsam besprochene Konzepte schuf. Ein zentrales künstlerisches Ziel war es, den Kontrast zwischen den einzelnen Klangstücken zu maximieren und gleichzeitig den visuellen Minimalismus in der gesamten Installation beizubehalten.
Prozedurales Design sowie Sounddesign von Aram Badr. Komposition und Sounddesign von Maria Kallionpää.