Projektbericht

Reduced Signals –
sub/Wald & MindSpiel

Wir präsentieren zwei Installationen, die digitale Medien und unterschiedliche Modi der Wahrnehmung untersuchen und exemplarisch für praxisbasierte Forschung am KIO stehen.

Projektstatus

Ausgestellt vom 2.–9. Mai 2026

sub/Wald

Adaptive räumliche Medieninstallation

Der Wald gibt den Ton an

sub/Wald lädt ein alleine oder gemeinsam das Verhalten und die Auswirkung auf die Umgebung zu beobachten.

sub/Wald übersetzt Field Recordings aus dem Teutoburger Wald in einen immersiven, generativen Erfahrungsraum. Räumlicher Klang, Bodenprojektionen und ein interaktives Lichtdesign reagieren auf die Präsenz der Besuchenden und lassen eine dynamische Klanglandschaft entstehen, die zwischen stiller Einkehr und dichter Vielstimmigkeit oszilliert. Natur wird nicht als statisches Bild verstanden, sondern als relationaler Raum, in dem ökologische Prozesse, menschliche Bewegung und technologische Systeme ineinandergreifen.

Feldaufnahmen und anschließende Komposition von Samuel Johnstone. Licht- und Softwarelösung für die Live-Performance von Lars Englen. Audioreaktive und generative Visualisierung von Alexander Mann.

MindSpiel

Digitale Design-Installation

Crossmodale Wahrnehmung

Die Besucher sind eingeladen, die Kompositionen über Kopfhörer anzuhören und die visuelle Sequenz zu identifizieren, die dem jeweiligen Musikstück entspricht. Dadurch werden sie dazu angeregt, die Beziehung zwischen Bewegung, Rhythmus, Geste und Klang genau zu betrachten.

In MindSpiel fungiert der Klang als gleichwertiges Gegenstück zum visuellen System und erweitert die Bewegung minimalistischer Symbole in einen vielfältigen musikalischen Raum. Die Installation umfasst fünf kurze Miniaturkompositionen, die jeweils präzise mit der Bewegung der visuellen Elemente synchronisiert sind. Während die Bildsprache bewusst auf einfache, sich bewegende Pfeile und geometrische Hinweise reduziert ist, erkundet die klangliche Ebene ein breites Spektrum an Musikstilen, Instrumentierungen, Tempi und kompositorischen Ansätzen. Die einzelnen Titel reichen von einer vom Walzer inspirierten Komposition bis hin zu eher filmischen und orchestralen Klangtexturen, während andere sich in erster Linie auf klangliche Gesten und klangfarbliche Ereignisse konzentrieren, anstatt auf konventionelle Melodie oder Harmonie. Im Gegensatz dazu variiert die Instrumentierung von Soloinstrumenten über vollständige Orchesterbesetzungen bis hin zu auf Soundeffekten basierenden Klanglandschaften. Die musikalischen und visuellen Parameter wurden gemeinsam entwickelt, wobei die Komponistin jedes Werk als Antwort auf gemeinsam besprochene Konzepte schuf. Ein zentrales künstlerisches Ziel war es, den Kontrast zwischen den einzelnen Klangstücken zu maximieren und gleichzeitig den visuellen Minimalismus in der gesamten Installation beizubehalten.

Prozedurales Design sowie Sounddesign von Aram Badr. Komposition und Sounddesign von Maria Kallionpää.

Gaussian Splat

Interaktiver Gaussian Splat der Ausstellung

Die in Unity entwickelte Anwendung ermöglicht Besucher:innen, zwischen dem leeren Ausstellungsraum und der aufgebauten Installation zu wechseln und beide Räume miteinander zu vergleichen.

Innerhalb der gescannten Installationsumgebung können Nutzer:innen die Arbeit durch leicht angepasste Interaktionsformen erkunden und zentrale Aspekte der räumlichen Erfahrung nachvollziehen. Dadurch wird die Installation nicht nur dokumentiert, sondern in eine digitale, begehbare Form überführt, so können auch die Nutzer:innen zu Besucher:innen werden.

Gaussian Splats und Unity Anwendung von Aram Badr.

Behind the Scenes

Testphase/-aufbau und in der Location

Hier sind noch ein paar Einblicke in den Aufbau der Installation und des ersten Probeaufbaus und der Gesichter hinter dem Projekt.

Weitere Projekte