Auf die Skizzen und die Planung folgt die Produktion. So wurde für jedes Fahrzeug, welches in dem Film vorkommt, ein eigenes Mesh entwickelt, welches dann mit einem virtuellen Skelett versehen wurde, damit Teile wie die Tore und Räder bewegt und animiert werden können. Eine überdimensionierte Batterieanzeige auf der Rückseite des Elektroautos hat zum Zweck, dem Zuschauer die Ladefunktion des ECE offensichtlich zu machen. Jedes noch so kleine Teil musste für den Film eigens angefertigt und modelliert werden. Dabei dienen oft reale Gegenstände als Referenz. Der Zug orientierte sich in seiner finalen Iteration an der Bauart eines zweistöckigen Regionalexpresses, das Auto basiert auf diversen elektrischen Kleinwägen, der Stecker des Autos ist einem realen Starkstromanschluss nachempfunden. Der Protagonist hingegen wurde nicht direkt modelliert, sondern hat den fotogrammetrischen Scan einer Person als Basis. Dieser, mit dem 3D Scanner des KreativInstitus erstellte, Charakter wurde nicht in seiner vollen Auflösung und Detailtiefe verwendet, da dies nicht zur angestrebten Ästhetik des Filmes passt. Stattdessen wurde die Textur durch ein minimalistisches weißes Material ersetzt und die Polygonauflösung des Modells stark reduziert. Das Modell wurde, wie die Fahrzeuge auch, um ein Skelett ergänzt und war damit einsatzbereit für die Filmproduktion.
Die Umgebungen, an denen der Film stattfindet, befanden sich in einem Stadium konstanter Überarbeitung. Zwei Bahnhöfe sollten als Schauplatz dienen. Der erste basierte in seinem Aufbau grob auf dem Bahnhof in Lemgo, der Zielbahnhof im Film orientierte sich zunächst an der Berliner Bahnhofshalle, da dies die Stadt war, wo der Film ursprünglich prämierte.
Die Kameras und Kamerafahrten konnten jetzt innerhalb der virtuellen Umgebung platziert werden. Basierend auf dem zuvor angefertigten Storyboard wurden Kamerawinkel gesetzt und teilweise anhand der realen (virtuellen) Bedingungen angepasst. Dann folgt die eigentliche Animationsarbeit, mit welcher das Projekt quasi zum Leben erweckt wird. Der Zug muss fahren, die Tore sich öffnen und die Charaktere sich dementsprechend auch bewegen. Das alles wird in kleinschrittiger Arbeit mit viel Geduld bewältigt. Pose für Pose, Bild für Bild, bis sich am Ende alles so bewegt wie es soll.