Projektbericht

Freilichtfenster

»Freilichtfenster« eröffnet neue digitale Perspektiven auf das LWL-Museum Hellerlecht

Projektbeteiligte

Alexander Kutter

Projektstatus

Abgeschlossen

»Freilichtfenster« eröffnet neue digitale Perspektiven auf das LWL-Museum Hellerlecht

Mit der interaktiven Installation „Freilichtfenster« erweitert das KreativInstitut.OWL (KIO) das Besuchserlebnis im LWL-Museum Hellerlecht in Detmold um eine digitale Dimension. Die Anwendung wurde speziell für das neue Eingangs- und Ausstellungsgebäude entwickelt und ermöglicht es, das weitläufige Freilichtmuseum unabhängig von Jahreszeit und Barrieren virtuell zu entdecken.

Auf einer rund vier Meter breiten Bildschirmfläche können Besucherinnen und Besucher mithilfe eines Joysticks selbstständig durch das Museumsgelände navigieren. Ein virtueller Flug führt über das Paderborner Dorf und eröffnet Einblicke in historische Gebäude, Wohnräume und Hofanlagen. Auch Bereiche, die im regulären Museumsbetrieb nicht zugänglich sind, lassen sich auf diese Weise erkunden. Da das digitale Angebot dauerhaft verfügbar ist, bleibt das Museumserlebnis selbst während der Winterpause des Freilichtgeländes erhalten.

Besucher können frei wählen welchen Teil des Museums sie erkunden wollen. Bei jedem Wetter!

»Unser Ziel ist es, unseren Besuchenden unterschiedlichste Einblicke in die Geschichte zu ermöglichen und aufzuzeigen, was die Vergangenheit mit mir zu tun hat. Mit dem 'Freilichtfenster' schaffen wir einen neuen, digitalen und saisonunabhängigen Zugang zu unserem Museumsgelände«, erklärt Dr. Marie Luisa Allemeyer, Direktorin des LWL-Museums Hellerlecht. »Besonders freut mich, dass dieses Projekt gemeinsam mit der Technischen Hochschule OWL entstanden ist. Die enge Zusammenarbeit mit dem KreativInstitut.OWL zeigt, wie wertvoll der Austausch zwischen Museum, Wissenschaft und Bildungseinrichtungen ist. Gemeinsam entwickeln wir innovative Formen der Kulturvermittlung und stärken zugleich die regionale Vernetzung und den Wissenstransfer.«

Die technische Grundlage der Anwendung bildet das sogenannte Gaussian Splatting. Im Unterschied zu klassischen 3D-Modellen werden dabei hochauflösende räumliche Datensätze genutzt, die eine besonders realitätsnahe Darstellung von Gebäuden, Materialien und Lichtverhältnissen ermöglichen. Für die Datenerfassung waren Studierende der Technischen Hochschule OWL im Einsatz. Mithilfe von Drohnen entstanden Luftaufnahmen des Geländes, während Handscanner Innenräume und architektonische Details erfassten. Aus den gewonnenen Punktwolken und Splat-Daten entwickelte das Projektteam eine interaktive Anwendung, die Besucherinnen und Besucher intuitiv bedienen können.

»Nach eineinhalb Jahren intensiver und spannender Arbeit freuen wir uns als KreativInstitut.OWL gemeinsam mit den Studierenden, ein fester Teil der neuen Dauerausstellung im LWL-Museum Hellerlecht zu sein«, sagt der Projektverantwortliche Prof. Dr. Alexander Kutter.